Coober Pedy

Coober Pedy

Nach dem Aufstehen stellten wir fest, dass der Wind noch mehr zugenommen hat und es doch besser ist einen Pulli anzuziehen. Während wir unser Frühstück gemacht haben, haben wir endlich mal wieder gewaschen.

Coober Pedy ist die „Welthauptstadt der Opale“. Der erste Opal wurde 1915 von einem 14-jährigen Jungen gefunden. Heute stammen mehr als 80% der weltweit geschürften Edelsteine aus Coober Pedy. Diese werden heute zumeist im Auftrag großer Minengesellschaften durch Sprengungen gesucht. Über die Hälfte der Arbeiter lebt „unter Tage“, in sogenannten Dugouts, also unterirdischen Wohnungen. Vorteil ist, dass es im Sommer angenehm kühl ist und es im Winter keinen Frost gibt. In den unterirdischen Wohnungen hat es immer so um die 25 Grad.

Wir haben auf unserer Rundfahrt durch Coober Pedy einen unterirdischen Buchladen und eine Kirche besichtigt. Auch ein Hotel mit einer „Underground Bar“ haben wir besucht. Verrückt, wie die Räume einfach so in den Stein gehauen sind. Allerdings riecht es auch irgendwie „besonders“ hier. Nicht unangenehm, aber irgendwie anders 😊

Anschließend haben wir ein „Waisenhaus“ für Kängurus besucht und bei einer Fütterung teilgenommen. Zunächst haben wir die älteren Kängurus selbst füttern und auch streicheln können 😊 Dabei wurde uns einiges über das Leben der Kängurus erzählt. Trinken benötigen diese eigentlich nicht, da sie Flüssigkeit nur über die Nahrung aufnehmen. Auch war uns nicht bewusst, dass ein Känguru-Baby 12 Monate bei der Mutter im Beutel bleibt, danach „schmeißt“ sie es raus. Und vor allem die wichtigste Information: alle wilden Tiere in Australien sind Laktoseintolerant…! Also soll man sie nicht mit Milch füttern. Wir haben uns da nur gefragt, wieso man überhaupt auf die Idee kommen sollte die Tiere zu füttern…?!? 😊
Anschließend konnten wir noch das kleine Baby-Känguru Charly sehen, dass ein Fläschchen bekommen hat. Wirklich winzig und total putzig hat es aus dem „Ersatz-Beutel“ geschaut. Es ist sechs Monate alt und hat seine Mutter durch einen Autounfall verloren, wie so häufig hier in Australien.

In einem Minen-Museum haben wir dann gesehen, wie mühsam die Suche nach den wertvollen Opalen früher war. In den kleinen Gängen, mit Helmschutz, konnten wir ein ungefähres Gefühl für die schwere Arbeit bekommen. Da haben die Arbeiter heute es doch deutlich einfacher…
Beim Rundgang durch das Museum konnten wir auch die ursprünglichen Wohnräume des Minengründers anschauen. Die Familie lebte bis in die 70er oder 80er Jahre „unter Tage“. Irgendwie schon komisch, so in einer Höhle zu leben, ohne Fenster 😉

Anschließend haben wir es nicht unversucht gelassen und uns in einem öffentlich zugänglichen Feld auf die Suche nach Opalen gemacht. Tja, was soll man sagen, leider haben wir keine Opale gefunden… Da müssen wir wohl doch wieder arbeiten kommen 😉

Nach einer kleinen Stärkung haben wir uns noch auf die Weiterfahrt in Richtung Süden gemacht. Unser nächstes großes Ziel sollte Adelaide sein. Um die Strecke bis dort etwas aufzuteilen wollten wir noch die ersten Kilometer hinter uns bringen. Bei der Weiterfahrt waren wir dann wirklich nochmal beeindruckt. Aus Westaustralien waren wir ja schon das weite Land gewöhnt, aber die Strecke in den Süden ab Coober Pedy war wirklich nochmal richtig krass: Keine Bäume, nur etliche winzige Sträucher, keine Erhebung, einfach nur wahnsinnig weites Flachland… Da war uns nochmal klar wie weit und groß Australien wirklich ist 😊

Nachdem wir beim ersten Roadhouse schon kurz vor Einbruch der Dunkelheit angekommen sind wollten wir eigentlich nicht weiterfahren. Nachkurzer Besichtigung des Platzes haben wir uns aber doch für die Weiterfahrt entschieden. So sind wir doch mal wieder in der Dunkelheit gefahren. Glücklicherweise ist uns bis zum nächsten Campingplatz kein Tier vor das Auto gelaufen oder gehüpft und wir sind gut angekommen.

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