Nagano

Nagano

Heute morgen haben wir uns nun aus Tokyo verabschiedet, um uns auf den Weg nach Nagano zu machen. Dabei haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind früh morgens in der Rushhour mit der Bahn nach Ueno gefahren, wo wir in den Shinkansen umsteigen wollte.…. 😉 Also wirklich der Wahnsinn! Im Grunde kann man in Tokyo entweder die Metro oder die JR-Linie (vergleichbar wie S-Bahn) nehmen, um an sein Ziel zu kommen. Es kommt bei beiden Möglichkeiten alle drei Minuten eine Bahn. Das krasse ist, dass im Grunde JEDE Bahn gerappelt voll ist und man quasi an der Tür klebt….!!! Wir haben es dann aber in Ueno irgendwie aus der Bahn geschafft und konnten im Shinkansen die Beine austrecken.

Nach 1,5 stündiger Fahrt sind wir in Nagano angekommen. Eigentlich hatten wir vor das M-Wave, Museum der Olympischen Spiele 1998, anschauen, aber das war dann doch alles recht komplex mit den Wegen. Unser eigentliches Ziel war nämlich „Yudanaka“. Hier haben sich seit langem viele Makaken-Affen angesiedelt, die in den heißen Quellen baden gehen.
Bevor wir uns auf den Fußweg Richtung Affen gemacht haben, haben wir unsere Rucksäcke im Hostel für die heutige Nacht abgestellt. Heute schlafen wir in einem komplett japanisch eingerichteten Zimmer auf Futon-Betten, wir sind gespannt.

Der Weg zu den badenden Affen betrug dann so ca. 6 Km Fußmarsch, die wir in einer guten Stunde bewältigt haben (Unser Hostel-Vater meinte, das dauert mindestens 1,5 Stunden….)
Was uns dann erwartete war wirklich fantastisch und eindrucksvoll: 100 Affen, die sich ganz frei im Gelände bewegten und auch keinerlei Scheu zeigten. Vor Eintritt in das Areal haben wir uns die Sicherheitshinweise nochmals durchgelesen, damit uns kein Affe beißt… Man sollte tunlichst vermeiden die Affen anzufassen oder ihnen zu nahekommen. Besonders wichtig ist, ihnen nicht direkt in die Augen zu schauen, da sie sich dann provoziert fühlen und eventuell angreifen. Lena hatte schon ein wenig Sorge und Respekt, vor allem da Andi meinte „wir lassen lieber alles im Spint“…

Aus nächster Nähe…
badende Affenkinder

Derzeit ist „Baby Time“, sodass einige ganz junge Affen in einem kleinen Becken plantschen und sich gegenseitig ärgerten. „Wrestling“ gehört wohl zu einem ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Das Spektakel haben wir uns dann eine Weile angesehen. Ansonsten machen die Affen vor allem diese Dinge: Essen, Faulenzen, Sonnenbaden, sich gegenseitig Entlausen (das ist wohl eine sehr intime Angelegenheit) und Herumtoben. Ein kleines Stück weiter haben wir dann eine Mutter mit ihrem ganz kleinen Baby, welches an ihrem Bauch festgeklammert war, laufen sehen und konnten einige Bilder aus nächster Nähe machen. Diese Nähe wurden dann für Andi so nah, dass einer der Affen mutig direkt von hinten an ihm vorbeigelaufen ist und sein Bein gestriffen hat, was ihn durchaus erschreckte… Dafür hat er jetzt das Wissen wie weich das (noch) Winterfell der Makaken ist.

Affenmama mit Baby
Kleines Affenbaby
der „intime“ Akt der Entlausung

Nach einiger Zeit haben wir uns dann auf den Weg zum Ausgang gemacht. Allerdings machten uns drei auf der Treppe sitzende Affen den Weg nach draußen etwas schwer. Wir hatten großen Respekt so nah an ihnen vorbeizulaufen und haben erstmal gewartet. Zwei mutige Japaner sind dann voraus und wir nach einem kurzen Moment hinterher.

Die drei Affen am Ausgang

Der Besuch bei den Affen hat sich wirklich sehr gelohnt und wir sind froh diesen Abstecher nach Nagano gemacht zu haben.
Abends haben wir noch in einem kleinen japanischen Restaurant einige Kleinigkeiten (japanische Frühlingsrollen, Tofu, Reis und gebratenen GANZEN Fisch) gegessen, bevor wir zurück ins Hostel sind. Mhh war das lecker😊
Im Hostel angekommen müssen wir feststellen: Wir sind die einzigen Gäste heute Nacht…. Mal sehen, wie das so wird……….

Morgen soll es dann weitergehen zum Mount Fuji, auch hier werden wir eine Nacht verbringen, mit Umweg über die Burg in Matumoto.

PS: Nachdem die Millionenmetropole für Lena nicht viel Glück gebracht hat ist Andi zu einem Unentschieden gelangt, und das als „Dorfjunge“…. Kaum haben wir die Metropole Tokyo verlassen läuft es für Lena wieder besser: Aktueller Spielstand 11 : 11.

7 Gedanken zu „Nagano

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