Taipeh

Taipeh

Soo… Jetzt haben wir einige Tage nichts von uns hören lassen. Aber wir waren in den letzten Tagen mit dem Wechsel in ein neues Land und den damit verbundenen Eindrücken beschäftigt 😊

Wir haben uns nun auf Grund persönlicher Einschätzung gegen einen Aufenthalt in Südkorea entschieden. Irgendwie passt uns die politische Lage nicht, das Land wirkt aktuell nicht so interessant auf uns und wir wollen endlich mal ans Meer, so zum Schwimmen und so. Daher haben wir uns entschlossen direkt weiter nach Taiwan zu reisen und Südkorea auszulassen.

Für diejenigen, die sich mit Taiwan noch nicht so auskennen hier ein paar Fakten: Fläche Taiwan 36.000km2 (das entspricht Baden-Württemberg). Von Nord nach Süd sind es 394km, von Ost nach West 144 km. Insgesamt leben hier 23,4 Millionen, wovon 2,5 Millionen in Taipeh leben. Amtssprache ist Chinesisch (wobei über 70% der Bevölkerung Taiwanisch spricht) und es gibt mehr als 200 Gipfel über 3000 Meter.

Schon direkt nach der Landung in Taipeh wurde uns klar: Wir sind nicht mehr in Japan. Kaum ist der Flieger angekommen sind alle aufgestanden. Das wäre in Japan nicht passiert, da hätten alle artig auf das Signal gewartet.

Die Fahrt zum Hostel hat super geklappt und wir waren in 36 Minuten am ca. 30 Km entfernten Hauptbahnhof. Auf der Fahrt konnten wir schon das doch sehr andere Stadtbild beobachten. Hier sind die Häuser lange nicht so hoch gebaut wie in den japanischen Großstädten. Lediglich vereinzelt ragen einige „Wolkenkratzer“ hoch hinaus.
Das Hostel haben wir dann nach einigem Suchen auch gefunden. Leider haben wir in der Karte das Kreuz an eine falsche Stelle gemacht… Aber zum Glück gibt es hier Hausnummern, sodass wir uns relativ gut orientieren konnten.

Da wir noch nichts gegessen hatten haben wir uns nach der Suche nach einem Bankautomaten auf den Nachtmarkt „um die Ecke“ begeben. Hier schlugen uns dann allerlei Gerüche entgegen, die einen angenehm, die anderen eher sehr unangenehm. Auf dem Nachtmarkt gab es diverse Kleinigkeiten zu essen. Dabei waren auch Innereien, Füße, Entenköpfe und sonstiges Zeug, was man bei uns eher nicht so in den Regalen findet 😉 Aber Andi wird es sicher noch probieren und wird dann berichten 😊

Wir haben eine Süßkartoffel mit Pilzen probiert und einen Oktopus-Spieß. Beides hat gut geschmeckt, aber noch nicht zum Sättigen gereicht. Daher haben wir neben dem Nachtmarkt noch in einer Suppenküche gegessen. Die Suppe hatte deutlich weniger Geschmack als in Japan, hat dafür aber deutlich mehr Nudeln und war im Preis DEUTLICH niedriger: 2 Euro für eine Suppe 😊
In Japan waren wir es ja gewohnt, dass die Ampel immer „gebingt“ hat wenn es grün war. Hier in Taiwan brettern einfach 25 Roller los und man hört an diesem knattern das es nun grün ist. Nach unserer Schätzung gibt es genauso viele Roller wie Menschen in Taipeh😊

Die „Roller-Armada“

Am nächsten Tag haben wir uns dann erstmal versucht ein wenig zu orientieren. Unser Plan ist es uns Fahrräder auszuleihen und mit diesen über die Insel zu „radeln“. Von Giant gibt es hier ein Miet-Programm, bei dem man für ca. 5 Euro am Tag ein Rad mit Ausstattung bekommt. Auf der Suche nach einem Shop sind wir an der „SOGO-Mall“ vorbeigekommen, einem riesigen Shopping-Center.
Der Mitarbeiter im Giant-Laden war dann leider nicht so motiviert und hilfsbereit… Räder gab es leider auch keine. Aber immerhin hat er uns eine Liste mit allen Shops in Taiwan mitgegeben. Allerdings nur auf Chinesisch…… Mal sehen wie wir damit vorankommen.

SOGO-Mall, riesiges Einkaufcenter

Auf dem Rückweg zum Hostel sind wir noch im Elektro-Viertel von Taipeh vorbeigekommen. Hier gibt es alle was das Technik-Herz begehrt: PCs, Handys, Kameras, Drohnen, … Das dazugehörige Shopping-Center hatte 6 Stockwerke, auf denen ca. 2000 Läden nur mit Technik drin sind!

Elektronik-Einkaufscenter

Als Zwischen-Snack gab es dann auch das lang ersehnte Obst: Für einen Euro haben wir eine kleine, ganze und schon geschälte Ananas gekauft. Allerdings hat der Genuss dieser noch beinahe Andis Finger gekostet… Da Andi sein Leatherman dabei hat konnte wir die Ananas noch in Stücke schneiden. Tja nun, durch ein kleines Missverständnis, Andi meinte Lena soll ein Foto machen, Lena hat verstanden sie soll die Tüte mit dem Messer aufschneiden, ist dann das erste Blut geflossen 😉 Aber zum Glück war alles nur halb so wild. Wir wissen aber jetzt: Das Messer ist echt rattenscharf….

Ananas, Messer und Blut 😉

Bei unserem weiteren Rückweg hat es dann plötzlich sehr stark angefangen zu regnen. Und natürlich, wir hatten keinen Schirm dabei. So haben wir uns Stück für Stück von Unterstand zu Unterstand vorgewagt. Irgendwann haben wir gemerkt, dass es alle paar Meter Treppen abwärts, quasi in den Keller, geht. So sind wir einfach mal runder gelaufen und siehe da: Unter der kompletten Straße befand sich ein riesiges Parkhaus in dem wir fast bis zum Hauptbahnhof unterirdisch laufen konnten. Ab dort sind wir dann durch eine unterirdische Einkaufsstraße trockenen Fußes fast bis zum Hostel gelaufen… Gewusst wie 😉

Nach einem Frühstück im Hostel, das ist hier inklusive und es gibt jeden Tag etwas Anderes, haben wir die Mitarbeiterin vom Hostel gefragt, ob sie uns mit Giant-Shop-Liste helfen kann. Sie hat einige Nummern angerufen und hatte letztlich in Hualien (ein Ort an der Ostküste) erfolgt und konnte uns zwei Räder reservieren.
Anschließend haben wir uns auf den Weg zu Taipehs höchstem Gebäude gemacht: Dem „101“. Das mit 508 Metern höchste Gebäude Taiwans wollten wir uns nicht entgehen lassen und sind bis in den 91. Stock hinauf gefahren, auf eine Höhe von 380 Metern. Von außen soll es einer Bambus-Stange nachempfunden sein, die als äußerst robust und perfekt gelten. Von hieraus hatten wir eine tolle Sicht über Taipeh. Wir hatten Glück, es war relativ klar, sodass wir auch in die Weiten hinter der Stadtgrenze blicken konnten. Beeindruckend bei diesem Gebäude ist die in der Mitte verbaute „Dumper-Kugel“. Der Dumper hat einen Durchmesser von 5 m und wiegt 660t. Er hält das Gebäude bei starkem Wind (oder gar einem Taifun) und bei Erdbeben im Gleichgewicht. Die Kugel ist mit 12 hydraulischen Zylindern befestigt, sodass sie schwingen kann. Wir haben dies bei einem Video gesehen und uns gedacht, dass wir bei einem Erdbeben oder Sturm nicht so gerne auf dem Turm wären. Das waren schon ganz schöne Schwingungen, die die Dumper-Kugel dann so macht…

Der „101“
Blick über Taipeh
Die „Dumper-Kugel“
Auf dem „101“

Nach dem Besuch des „101“ wollten wir das Experiment „Busfahren in Taiwan“ angehen. Laut Reiseführer sind gute Ortskenntnisse und Chinesisch-Kenntnisse erforderlich, da nichts auf Englisch angeschrieben ist. Egal, wir wollten es einfach mal ausprobieren… Die richtige Bushaltestelle haben wir gut gefunden, allerdings stand ein komischer Zettel bei unserer Linie, woraus wir geschossen haben, dass der Bus zu anderen Zeiten fährt. Wir sind also nochmal in die „City Hall“ gegangen, dem Rathaus, und haben uns ein wenig die Zeit vertrieben.
Zurück an der Bushaltestelle mussten wir feststellen, dass die gesonderten Zeiten wohl doch noch nicht gelten und wir nun wieder 30 Minuten warten müssen. Tja, und dann hat es auch schon angefangen mit regnen. Heute hatten wir unsere Regenjacken dabei! 😊 Allerdings wurde der Regen immer stärker und stärker und die Zeit wollte nicht vergehen. Wir mussten wohl wie begossene Pudel ausgesehen haben, denn eine Frau hat uns ihren Regenschirm geschenkt bevor sie in den Bus gestiegen ist.
Da der Bus dann irgendwie nicht kam, sind wir zurück zur City Hall. Zwischenzeitlich hat es auch eher geschüttet…
Kaum an der City Hall angekommen hat Lena den Bus entdeckt. Mit einem echten „Barfuss-100-Meter-Sprint“ (mit Flip Flops wäre das nichts geworden) konnte Lena den Bus noch zum Stoppen bringen. Andi meinte Lena wäre wie eine Gazelle gesprungen und hat 13,3s für die 100m gebraucht.

An der Bushaltestelle

Da es weiterhin regnete haben wir den restlichen Tag in Einkaufscentern verbracht und uns für unsere anstehende Fahrradtour ausgestattet.
Die Rückfahrt hat dann mit dem Bus etwas besser geklappt, der kam etwas zuverlässiger und die Haltestelle war überdacht. Allerdings war es etwas komplizierter mit der Haltestelle, an der wir aussteigen mussten. Wir haben uns die Zeichen eingeprägt: „Wischi-Waschi-Spiegel-Dreizack“ (潤泰中山)
Oder wie hättet ihr das gemacht?! 😉
Der Busfahrt war allerdings ziemlich kalt, da der Busfahrer die Klimaanlage auf 19 Grad eingestellt hatte. Mit unseren etwas nassen Beinen und Regenjacken war es quasi Eiszeit…!!!

Eine Busfahrt ist im Verhältnis zur Metro auch deutlich billiger. Der Bus kostet in der Innenstadt ca. 15 NT-Dollar pro Fahrt, das sind umgerechnet um die 50 Cent. Die Metro kostet da schon 25 NTD pro Fahrt! Wucher oder?? 😊 Erstaunlich ist hier jedoch, dass es in Taipeh bereits eine eigene Busspur gibt auf der nur Busse fahren dürfen. Ähnliche Konzepte werden in Deutschland gerade diskutiert.

Zurück im Hostel waren wir beide hin und her gerissen, ob es sinnvoll ist sich die Räder ab Mittwoch zu leihen oder nicht. Nach zwei regenreichen Tagen und nicht ganz so guten Vorhersagen haben wir uns dazu entschlossen die Reservierung zu stornieren und einfach mal abzuwarten.
Also haben wir den restlichen Nachmittag noch damit verbracht uns nach möglichen Tagesausflügen von Taipeh aus zu informieren.

Da sich irgendwann der Magen gemeldet hat und es aufgehört hat mit regnen haben wir uns noch auf den Weg zum „Raohe-Street-Nachtmarkt“ gemacht. Nachtmärkte gibt es hier quasi an jeder Ecke und es lässt sich alles finden was das Herz begehrt. Der Nachtmarkt in der Raohe-Street soll einer der authentischsten hier in Taiwan sein.
Er war auf jeden Fall deutlich größer. Ansonsten gibt es eigentlich immer die gleichen Dinge zu kaufen, essen und trinken.
Hier haben wir auch den in ganz Taiwan sehr beliebten „Bubble-Tea“ probiert (manche kennen ihn vielleicht auch schon aus Deutschland…). Im Grunde gibt es hier verschiedene Sorten: mal fruchtig, mal sauer, mal milchig. Bei allen sind kleine Kugeln drin, die teilweise sehr glitschig und von der Konsistenz sehr gewöhnungsbedürftig sind. Unser Geschmack ist es nicht so richtig…

Eingang „Raohe-Street-Nachtmarkt“
Essensstand auf dem Nachtmarkt
Der „Bubble-Tea“
„Roller-Amada“ die Zweite

52 Gedanken zu „Taipeh

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