Etappe 2

Etappe 2

Nach einer ruhigen Nacht in unserem Schlafsaal…. Naja, eigentlich war sie erst ruhig nachdem wir unsere Ohropax reingesteckt hatten… 😉 Auf jeden Fall gab es erstmal ein gutes Frühstück. Und das war für die italienischen Hütten wirklich ganz gut.

Gut gesättigt haben wir uns schließlich auch den Weg zur nächsten Hütte gemacht. Der erste Teil der Strecke sollte uns dann gute 600 Meter nach oben bringen. Den Weg konnten wir trotz der im Berg hängenden Wolken gut sehen und ab und an konnten wir unser Ziel, den Grat, kurz sehen. Nach den ersten 600 Höhenmetern ging es etwas sachter bergauf, bis wir schließlich nach ca. 3 Stunden „oben“ angekommen sind.

Nun sollte es wieder steil bergab gehen. Leider konnten wir wegen der dichten Wolken den Ausblick nicht wirklich genießen. Und dann fing es beim Abstieg leider auch mit Regen an. Also haben wir unsere Regenhosen ausgepackt und die Rucksäcke wasserdicht gemacht.
Nach 1 Stunde hatten wir dann den Abzweig zur „Pausenhütte“ erreicht und waren auch gut durchnässt. Nach kurzem Überlegen haben wir aber entschieden weiter zu laufen, da wir uns sonst wohl nicht mehr aufraffen. Auch sollte es bei der nächsten Hütte warmes Wasser und ausreichend Platz zum Trocknen geben 😉

Der weitere Weg war auch sehr angenehm zu laufen, da er recht eben verlief. Zwischenzeitlich hatte es auch wieder aufgehört mit dem Regen und wir sind gut vorangekommen. Nach einem kurzen Anstieg von ca. 200 Metern war uns dann nicht ganz klar in welche Richtung wir genau laufen müssen. Bisher war der Weg gut ausgeschrieben, jetzt gaben die Markierungen Rätsel auf… Also haben wir die Wanderkarte rausgeholt und schließlich den richtigen Weg gefunden.

Jetzt ging es wieder etwas bergab und man hatte immer wieder einen tollen Blick über das Tal und auch auf das Gebirge der Dolomiten. Immer wieder kamen uns kleinere und auch größere Wandergruppen entgegen, die uns auch bestätigt haben wir sind auf dem richtigen Weg 😊 So schlängelte sich der Weg entlang des Gebirges und irgendwie war ein Ende nicht so richtig in Sicht. Also haben wir eine kurze Pause gemacht und unsere „Reserve-Schoki“ gegessen 😊
Der Weg sollte also noch eine Weile mal bergauf, mal bergab gehen. So sind wir Schritt für Schritt über Stock und Stein gelaufen. Tja, und dann ist es passiert. Ein lauter Schrei und Lena lag auf dem Boden. Umgeknickt mit dem Fuß… Dem Gefühl nach war alles nicht so super und Andi hatte schon das Rettungsszenario gedanklich durchgespielt um auf das Ergebnis zu kommen, dass ein Hubschrauber hier nicht landen kann und alles mit der Seilwinde gemacht werden müsste 😊
Nach gut 10-minütigem Abwarten, einem weiteren Stück Schoki und dem Begutachten des Fußes versuchte Lena ein paar Schritte. Nicht optimal, aber ein Indianer kennt keinen Schmerz. So ging es mit den Wanderstöcken weiter.
Irgendwann im Verlauf der Strecke knickte Lena dann nochmals in die andere Richtung um. Naja… Die Strecke bis zur Hütte sollte laut Aussage eines entgegenkommenden Wanderers auch noch knapp 2 Stunden gehen…

Knappe 1,5 Stunden später waren wir dann an einem Wanderparkplatz angekommen und waren somit kurz vor unserem Ziel. Da hat Lena ein Schild entdeckt, auf dem der Name der Hütte stand. Nach kurzem Überlegen sind wir nicht der Straße, sondern dem Pfad im Wald gefolgt. Der wurde dann aber immer steiler und mehr und mehr eine Kletterpartie. Schließlich meinte Andi, dass das ja nicht sein kann und prüfte in unserem Wanderführer die Strecke nach. Tja, was soll man sagen, leider sind wir falsch. Also alles wieder runter und zurück bis zur Straße, die wir dann entlang laufen müssen bis zur Hütte. Wie wir dann beim Schild nochmals genau lesen konnten, heißt der Berg leider wie die Hütte… 😉

Mit der Stunde Umweg hatten wir also nun nochmals eine Stunde entlang der Straße vor uns. Die Straße war recht schmal und man musste den Autos gut ausweichen. Als dann von hinten ein Auto ankam drehten wir uns um und machten Platz. Das Auto fuhr vorbei und hielt dann einige Meter vor uns an und fragte, ob sie uns mitnehmen sollen. Wir mussten wohl ziemlich „fertig“ ausgesehen haben… 😉
Die Gelegenheit haben wir natürlich genutzt und sind so in nicht einmal 10 Minuten an der Hütte gewesen. Die Ironie dabei: Das Auto war ein Transport für Rollstuhlfahrer… 😊

In der Hütte angekommen haben wir uns eine schöne warme Dusche gegönnt, unsere Sachen zum Trocknen aufgehängt und unsere „Wunden“ versorgt 😉

Da das Wetter in den nächsten Tagen nicht besonders gut sein soll und auch Schnee angesagt ist, müssen wir sehen, wie es weitergehen kann. Auch müssen wir erst einmal abwarten was Lenas Fuß macht…

Ein Gedanke zu „Etappe 2

  1. Hallo ihr zwei,
    Hoffe euch geht es gut. Hab ja schon lange nichts mehr gelesen von euch.
    Habt ihr eure Etappe fortsetzen können oder war es doch schlimmer mit Lenas Fuß?

    Liebe Grüße
    Bylle

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