Alishan

Alishan

Nach einem fantastischen Frühstück in einem kleinen Cafe um die Ecke des Hotels haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Von hier wollten wir mit dem Alishan Forest Railway zum 2489 m hohen Alishan herauffahren.

Der Alishan Forest Railway ist eine Schmalspurbahn, die 1917 durch die Japaner in Betrieb genommen wurde. Sie sollte die im Gebirge wachsenden Edelhölzer (rote Zypressen, Zedern und Kiefern) ins Tal abtransportieren. Die Bahn überwindet auf der 71,4 Km langen Strecke über 2200 Höhenmeter und durchfährt mehrere Vegetationszonen, von tropisch bis subtropisch (vergleichbar mit der schweizerischen Bernina Bahn). Leider ist der letzte Teil der Strecke noch wegen des Taifuns von 2009 teilweise außer Betrieb. Daher ist die Fahrt nur bis in den Ort Feqihu möglich. Von hier muss man dann mit dem Bus zum Alishan weiter.

Alishan Forest Railway
Fahrt durch einen der Tunnel
Zugstrecke in die Berge

Die 2,5 stündige Fahrt mit der Bahn war wirklich sehr interessant, da die Landschaft sich je nach Höhe stark unterschied. Sie schlängelte sich immer wieder durch Tunnel und fuhr so quasi im Kreis herum um den Berg immer weiter nach oben. Wir konnten nur einen Sitzplatz buchen, der war aber ganz vorne, sodass wir wirklich eine super Sicht hatten.
Die Strecke mit dem Bus dauerte dann auch nochmal eine gute dreiviertel Stunde. Während der Fahrt konnte man gut über das Tal blicken und die vielen in den Bergen angelegten Teeplantagen bewundern.

die alte Lok
Blick übers Tal
Modell der Zugstrecke

Am Alishan angekommen haben wir uns informiert, welche Wege man hier wandern kann. Berühmt ist eigentlich wohl der Sonnenaufgang am Morgen, aber das lassen wir aus, die Sicht ist sowieso nicht so gut 😉
Wir haben dann einen Rundweg durch das Areal gemacht und waren beeindruckt über die Infrastruktur: Es fahren verschiedene kleinere Bahnen hier oben, teilweise bis zum Gipfel. Das faszinirende ist das es extra Busse für die Touristen gibt, die alle voll-elektrisch fahren. 😊Zukunftsmusik in Deutschland😊

Wanderweg
Wanderweg mit Steintreppen

Auf unserem Weg sind wir dann entlang großer Mammutbäume gewandert. Der älteste Baum war 1900 Jahre alt und hatte eine Höhe von über 40 Metern! Beeindruckend war auch der „drei Generationen Baum“. Hier wächst zwischenzeitlich die dritte Generation des Baumes auf den teils abgestorbenen älteren Generationen. Während unserer Wanderung sind wir immer wieder durch dichte Wolken gewandert, die so richtig „im Berg hingen“. Immerhin waren wir auf einer Höhe von 2000 Metern.

der drei Generationen Baum
ein „Mammut-Baum“
Nebelschwaden am Alishan

Auf dem Weg zurück zum Bus hat es dann noch angefangen mit regnen und wir waren froh im Warteraum zu sitzen. Da wir noch etwas Zeit hatten haben wir uns einen Kaffee gegönnt. Als es plötzlich bimmelte und der Bus in Richtung Chiayi aufgerufen wurde war es diesmal Lena die nicht zögerte und kurzerhand einen früheren Bus klargemacht hat.

Die Fahrt ins Tal war dann mehr als aufregend. Die Busfahrer haben hier sowieso ihren eigenen Fahrstil. Wenn man aber dann noch 2000 Höhenmeter in Serpentinen abwärtsfährt und es dabei noch sintflutartig regnet… Naja…. Aufregend… 😉 Die Wassermassen sind geradezu die steilen Berghänge hinabgestürzt und die Straße war eher ein Fluss als alles andere. Während einer von uns die Fahrt in vollen Zügen bei einem Nickerchen genießen konnte, passte der andere genau auf den Busfahrer und dessen Fahrt auf, auch um die Übelkeit zu kontrollieren. Wer hier welche Rolle eingenommen hat?! Da lassen wir jetzt mal Raum für Interpretationen 😉

Wir sind dann gut in Chiayi angekommen und es hat zwischenzeitlich auf nicht mehr geregnet, sodass wir trockenen Fußes ins Hotel gekommen sind.
Auf dem Weg haben wir uns noch am Bahnhof nach passenden Zügen Richtung Taichung erkundigt. Von hier soll es dann irgendwie in den nächsten Tagen an den Sonne-Mond-See gehen.

27 Gedanken zu „Alishan

  1. Na da habt ihr ja wieder irre viel erlebt, es bleibt spannend und interessant bei euch Grüßle Mama
    PS Ulf muß natürlich wissen, welche Spurweite die Bahn hat und wer der Hersteller der Loks war………

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