Taipeh (Fortsetzung)

Taipeh (Fortsetzung)

Wir haben wegen des Wetters entschieden noch zwei weitere Tage in Taipeh zu bleiben. Das Hostel gefällt uns ganz gut und ist eine gute Ausgangslage für Ausflüge, da wir direkt beim Hauptbahnhof sind. Allerdings müssen wir das Zimmer wechseln und etwas mehr bezahlen, dafür ist es so einfacher haben wir entschieden.

Bewaffnet mit unseren Regenschirmen und -jacken haben wir uns dann auf den zu einem Stadtspaziergang gemacht. Das Wetter war zunächst trocken und die Sonne hat sich durch die Wolken gekämpft.
Unser erstes Ziel war der Friedenspark. Hier wird den Opfern des Aufstandes von 1947 gegen die Regierung gedacht, der 10.000 Todesopfer mit sich brachte.

Mahnmal des Aufstandes
Im Friedenspark

Direkt neben dem Friedenspark steht der Präsidentenpalast. Als wir auf diesen zugelaufen sind haben wir gedacht, dass er ganz schön stark bewacht ist und das schon irgendwie stark kommunistische Züge hat. Als wir dann direkt vor der Haupttür kurz stehen bleiben wollten, weil ein großer Bus vorgefahren ist, sind wir von einem Polizisten direkt darauf hingewiesen worden weiterzulaufen. Wir haben überlegt, ob derzeit ein Staatsbesuch oder ähnliches stattfindet. Um das gesamte Gebäude war im „Vorgarten“ Maschendrahtzaun ausgelegt und verschiedenes Wachpersonal (Polizei, Militär und Wachdienst) stand um das gesamte Areal…

Vor dem Präsidentenpalast

Das nächste Ziel war der Longshan-Tempel. Laut Reiseführer erlebt man hier eine sehr authentische Tempelatmosphäre. Vor Ort angekommen waren wir beeindruckt von den bunten Farben des Tempels. Hier ist, anders als in Japan, alles aus Keramik gebaut. Auf den Dächern waren verschiedene bunte Figuren (Drachen, Frauen, …) angebracht.
Im Tempel selbst haben wir dann verstanden was die authentische Tempelatmosphäre ist: Die Opfertische waren überfüllt mit Gaben und der Innenhof war voll mit Rauchschwaden von den Räucherstäbchen und Öfen. Viele Menschen kommen hierher um den Göttern Fragen zu stellen. Hierzu ziehen sie aus einem Kübel eine Holzstange auf der etwas steht (vermutlich ein Thema oder eine Kategorie) und dann wird hierzu eine Frage formuliert und die Gebetssteine werden auf den Boden geworfen. Je nachdem wie sie landen heißt die Antwort ja oder nein. Wir haben diese Szene eine Weil beobachtet, manche hatten echt viele Fragen an die Götter… 😊

Longshan-Tempel
Fragen an die Götter

Unser weiterer Weg sollte uns durch eine beliebte Fußgängerzone (Ximending) über das „Alte Taipeh“ zurück zum Hostel bringen. Allerdings stellte sich so langsam der Regen ein…
Wir sind an einer alten Lagerhalle vorbeigelaufen in der eine Art „Erlebnis-Museum“ zur Geschichte Taiwans ausgestellt ist. Um abzuwarten wie sich der Regen entwickelt haben wir hier einen Abstecher reingemacht und die Ausstellung, die allerdings eher für Kinder gemacht war, durchlaufen. Geschickt hierbei war aber, dass es einige recht einfache Spiele zum Ausprobieren gab und wir jetzt viiiiele neue Ideen für das Gewinnspiel beim Glühweinfest haben 😉

Da der Regen leider eher mehr als weniger wurde haben wir uns überlegt wie wir am Geschicktesten trocken zurück zum Hostel kommen. Angekommen an der Metro-Haltestelle wollten wir schon die nächste Metro nehmen als wir festgestellt haben: Hier gibt es auch eine „Underground-Mall“!!! Mit der sind wir fast bis zum Hauptbahnhof gekommen und von dort dann über die bereits bekannte unterirdische Shopping-Mall bis zum Hostel. Also die haben sich hier schon was dabei gedacht mit dem unterirdischen Netz 😉

Die Strecke zwischen den beiden Shopping-Malls mussten wir allerdings oberirdisch „bewältigen“. Leider hat es zu diesem Zeitpunkt „sintflutartig“ geregnet und wir haben Zuflucht in der Post gesucht.
Irre war dann, dass uns einer der Postmitarbeiter auf Deutsch angesprochen hat und das gar nicht mal schlecht!!!! Er hat Deutsch studiert und meinte aber, dass er leider schon so viel vergessen hat. Das war eine wirklich lustige Begegnung.

Zurück im Hostel haben wir dann eine Entscheidung getroffen. Oder vielmehr, man höre und staune, Lena hat sie ausgesprochen, worüber Andi sehr erfreut ist 😉 Wir mieten uns Fahrräder und lassen das Wetter einfach Wetter sein! Da müssen wir jetzt eben durch, es wird schon irgendwie besser werden. Zumal die regnerischen Tage vermutlich noch Ausläufer vom Taifun in Hongkong sind.
Also haben wir, erneut mit der Hilfe der Hostelmitarbeiterin, zwei Räder in einem Giant-Laden in Taipeh ausfindig gemacht und diese dann noch am Abend abgeholt.

Am nächsten Tag wollten wir dann eine kleinere Radtour machen, auch um uns mit den Rädern vertraut zu machen. Nach dem Aufstehen mussten wir dann feststellen: Es regnet…

Wir haben uns trotzdem entschlossen dem Regen und der Regenvorhersage für den gesamten Tag zu trotzen und mit den Rädern loszufahren. Wir sind ja nicht aus Zucker und außerdem ist es trotz Regen gefühlt 32°C warm.
Nach einem sehr guten Frühstück bei uns im Hostel sollte unser Ziel Maokong sein. Maokong ist ein Teeanbaugebiet direkt vor den Stadttoren von Taipeh (ca. 15 Km), hier gibt es viele Teehäuser die zum Verweilen einladen sollen. Hier gibt es auch eine Gondel mit Glasboden mit der man über das Teeanbaugebiet zum Gipfel hinauffahren kann.

Um uns ein wenig vor dem Regen zu schützen haben wir unsere am Vortag erworbenen Ponchos übergezogen und sind los.
In der Innenstadt von Taipeh kommt man allerdings aufgrund der vielen Ampeln, Autos, Roller und Menschen nur langsam vorwärts. Um aus dem Stadtkern herauszukommen mussten wir einen kleinen Berg überwinden. Was uns bei der Fahrt aufgefallen ist: Alles sieht gleich aus, was die Orienierung nicht gerade leichter macht. Auch in den Außenbezirken sind alle Häuser, Straßen und sonstige Dinge glich gebaut und angeordnet.

Fahrradtour im Regen

Den Berg mit der Gondel haben wir dann gut gefunden. Allerdings haben wir als Ziel in unser Tour nicht die Talstation der Gondel sondern die Gipfelstation eingegeben…. Naja, und als wir dann fast schon oben waren mussten wir feststellen: Hier ist gar nichts… Weit und breit war auch keine fahrende Gondel in Sicht….
Okay, dann eben weiter bzw. zurück in Richtung Hostel.
Wir haben für das Handy eine Taiwankarte heruntergeladen in der wir die Routen auch offline eingeben können. So haben wir den Rückweg eingegeben, der ein wenig anders als der Hinweg war. Zwischenzeitlich hat der Regen etwas zugelegt. Letztlich wollte uns das Navi durch einen Tunnel schicken, der leider gesperrt war. So mussten wir im Regen erst einmal nach einer alternativen Route suchen, um den Berg herum…

Nachdem wir die neue Route eingeschlagen hatten machten sich unsere Mägen immer mehr bemerkbar. Da wir nur gefrühstückt hatten haben wir, gerade noch rechtzeitig vor dem „Zucker“, einen Stopp an einer Straßenküche gemacht. Hier haben wir leckere Dumplings (unterschiedlich gefüllte Teigtaschen, im Prinzip wie Maultaschen nur rund) gegessen. Die werden im Dampf gegart und dann entweder direkt gegessen oder noch angebraten. Wir haben uns für zwei große angebratene und sieben kleine gedämpfte entschieden.

Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir nochmal den Fahrradladen aufgesucht, da unsere Hintern sich immer mehr bemerkbar gemacht haben. Die Räder haben mega harte Sportsattel und wir glauben nicht, dass wir die komplette Tour damit schaffen. Also wollten wir nach anderen Satteln fragen, leider mit wenig Erfolg. Da müssen wir uns also noch was überlegen. Aber sonst sind wir mit den Rädern echt zufrieden, sie laufen wirklich gut und sind nicht sehr schwer.

Angekommen im Hostel haben wir festgestellt, dass die Ponchos doch recht sind und wir einigermaßen trocken geblieben sind. Nach einer Dusche haben wir uns ein kleines Nickerchen gegönnt als Erholung von unserer knapp 40 Km langen Tour.

Am Abend haben wir noch einen Bummel durch die unterirdische Shopping-Mall gemacht, auch um etwas zu Essen zu finden und trocken zu bleiben 😊

asiatische Suppenküche…

Den Nächsten Tag wollten wir dazu nutzen, um noch regenfestes Equipment für die Fahrräder und deren Satteltaschen zu kaufen. Nach knapp einer Woche in Taipeh wollen wir jetzt endlich weiter.

Also haben wir den Supermarkt aufgesucht und Müllsäcke gekauft, in die wir unsere großen Rucksäcke und auch den Inhalt der Satteltaschen packen wollen, sodass nicht alles nass wird.
Im Supermarkt haben wir auch breitere und gepolsterte Fahrradsattel gefunden, die wir gekauft haben und auf die Räder montieren werden. Kostenpunkt 12 Euro !!! Damit sollten unsere „Prinzessinnen-Popöchen“ nun etwas bessere Polsterung haben 😉

Außerdem haben wir im Supermarkt das Experiment „Haare schneiden in Taiwan“ gewagt. Da Lena mit Glatze etwas komisch aussehen würde und es zu noch mehr komischen Blicken kommen würde hat Andi allen Mut zusammengenommen und sich der Herausforderung gestellt. Ohne mit der Wimper zu zucken hat er den Akt über sich ergehen lassen. Und ja, jetzt sind die Haare ab… 😊

Andis neue Haarpracht

Zum Mittagessen haben wir uns dann eine große Mango für knapp 2 Euro und Bananen und Äpfel mitgenommen. Auf dem Weg haben wir dann noch eine Art Fladenbrot gekauft. Für nicht mal 6 Euro sind wir mehr als satt.
Den Rest des Tages haben wir damit verbracht unser Gepäck für die Radtour geschickt zu packen und alles fertig zu machen.

Mittagessen

Zum Abendessen haben wir uns dann in ein Restaurant gewagt, in dem es keine englische Karte gab. Also haben wir einfach auf Verdacht irgendetwas bestellt. Ergebnis war ein Reisgericht mit Schwein und eines mit Huhn… Puuhhh… Zum Glück also keine bösen Überraschungen. Danach gab es die obligatorischen Dumplings, da die Portion unseren Hunger nicht ganz stillen konnte.

Bestellung auf Verdacht

Morgen soll es dann losgehen nach Keelung.

PS: Die Spiele verlaufen weiterhin deutlich ausgeglichener. Der Vorsprung von Andi schmilzt allerdings weiterhin, Lena kämpft verbissen um den Ausgleich. Spielstand 27 : 22 für Andi.

62 Gedanken zu „Taipeh (Fortsetzung)

  1. Hi, nachdem ich mit meinem Handy die letzten Tage euren Blog leider nicht aufrufen konnte, klicke ich mich gerade ‚mal kurz ‚ durch die letzten 3 Wochen. Was man alles erleben kann in der weiten Welt . Bevor ich fertig lese, finde ich aber doch, dass Andi’s neue Frisur einen umgehenden Kommentar erfordert: ungewohnt aberund euer Durchhaltevermögen bei so viel Regen, Hut ab. Ich wäre weiter gezogen. Wir genießen hier übrigens Sommer satt – ohne Niederschlag! Danke auch für die Einführung zu Taiwan. Wir haben schon mal geschaut, wo Myanmar liegt. . . Bis demnächst, Grüße von uns allen

  2. Guten Abend, wie ich sehe klappt das ganz gut bei euch. Ich weiß nicht ob ich richtig sehe, aber der Andi hat nicht nur an den Haaren abgenommen, zumindest lässt sich die Frisur bei dem Wetter schnell trocknen, und sieht noch nicht einmal schlecht aus. Mit einem entsprechenden Laken geht er gut als Mönch durch 😉

  3. Hallo ihr zwei,
    neues Land, neue Frisur… Hut ab vor euch beiden! ihr seid der Wahnsinn… Habt weiterhin ganz viel Spaß & passt auf euch auf. PS: das Essen sieht meistens echt lecker aus!!!!!!!!!!!
    LG Steffi, Andy & Lanah

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