Von Broome nach Fitzroy Crossing

Von Broome nach Fitzroy Crossing

Vor der Weiterfahrt haben wir nochmals ein wenig frisches Obst und einige Vorräte geholt. Dann sollte es losgehen in Richtung Fitzroy Crossing. Hier grenzt der Geiki Gorge Nationalpark an. Laut Reiseführer und Informationen aus dem Visitor-Center ist der Zugang allerdings nur mit Allrad möglich. Im Nationalpark gibt es einige schöne Schluchten und Tunnel zu besichtigen und, mit etwas Glück, kann man auch einige „Salties“ beobachten. Salties werden hier in Australien die Krokodile genannt. Hat jemand von euch gewusst das Süßwasserkrokodille nicht so gefährlich sind wie Salzwasserkrokodile. Nun wisst ihr es 😊

Auf dem Weg haben wir immer wieder kurze Pausen gemacht. Auf einem Rastplatz haben wir dann einen sehr alten und sehr großen Boab Baum gesehen. Diese Bäume sind für die Kimberly-Region bekannt. Es sind sehr bauchige Bäume, denen tatsächlich nur eine Krone wächst und keinerlei Äste am Stamm herauswachsen. Sieht sehr lustig aus. Der riesige Boab-Baum auf dem Rastplatz war wirklich beeindruckend, da er innen hohl war.

Boab-Baum

Die Weiterfahrt führte uns nach einigen Tankstopps dann nach Fitzroy Crossing. Im Visitor-Center haben wir uns informiert und erfahren, dass man auf einer asphaltierten Straße hineinfahren kann. Von dort kann man dann kleinere Wanderwege laufen. Also haben wir uns entschlossen hinzufahren und den etwa vier Kilometer langen Rundweg am Flussufer zu laufen. Auf dem Weg konnten wir die Felswände der breiten Schlucht bestaunen, die durch die unterschiedlichen Witterungen teilweise tiefe Furchen und Löcher aufzeigen. Auch konnten wir in den Bäumen einige Kakadus beobachten. Nachdem wir vergeblich versucht hatten sie zu fotografieren sind uns keine drei Meter entfernt zwei Kängurus aufgefallen. Doch bevor die Fotos bereit hatten sind sie auch schon davongesprungen. Einige Meter weiter konnten wir dann nochmals welche beobachten und fotografieren. Das waren seit langem mal wieder lebende Kängurus 😉 Auf dem Rückweg sind wir entlang des Flusses gelaufen und hatten gehofft eventuell ein paar Süßwasserkrokodile zu sehen, die haben sich aber leider sehr gut versteckt…

Geiki Gorge
Känguru
löchriger Fels

Zurück am Parkplatz haben wir erstmal die Schuhe vom eingesammelten Sand befreit und uns für die Weiterfahrt bereitgemacht. Die Campingplätze in Fitzroy Crossing sind alle sehr teuer, weshalb wir noch zu einem knapp 100 Kilometer entfernten Rastplatz fahren wollten. Allerdings war es bei der Weiterfahrt bereits 17 Uhr und um 18 Uhr geht ja bekanntlich die Sonne hier unter. Und dann dauert es auch keine halbe Stunde und es ist stockdunkel. Naja, da wir uns entschieden haben günstig nächtigen zu wollen mussten wir also eine gute Stunde im Dunkeln fahren.

Da wir schon vermutet hatten, dass sich in der Dämmerung und der Nacht vermehrt Kängurus am Straßenrand aufhalten sind wir vorsichtig gefahren. Und tatsächlich mussten wir teilweise gut runterbremsen, damit kein Känguru vor dem Auto landet… Nach knapp der Hälfte der Strecke hat uns dann ein Jeep mit etwas besserem Licht überholt. Dem haben wir uns dann an die Stoßstange geheftet und er hat uns so unwissentlich bis zum Rastplatz „eskortiert“ 😉

Am Rastplatz angekommen waren wir froh die Strecke ohne Panne oder Känguru-Zusammenstoß geschafft zu haben. Wir waren uns einig, da brauchen wir wirklich nur im „Notfall“…

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