Von Kings Creek nach Yulara

Von Kings Creek nach Yulara

Nach einer wieder etwas kühleren Nacht, wir sind ja jetzt wieder deutlich südlicher, haben wir uns auf den Weg zum Kings Canyon gemacht, der im Watarrka Nationalpark liegt.

Der Kings Canyon ist eine riesige Schlucht und gilt als der Grand Canyon von Australien. Die roten Felswände sind bis zu 100 Meter hoch.

Angekommen am Parkplatz haben wir uns auf den Weg gemacht, um den 6 Kilometer langen Kings Canyon Rim Walk zu begehen.
Nach einem steilen Anstieg sind wir entlang des Canyon gelaufen. Auf dem Weg sind wir an einigen bienenstockähnlichen Sandsteindomen vorbeigelaufen, die durch Erosionen entstanden sind. Es war beeindruckend an der Kante zur Schlucht zu stehen. Manche Klippen sahen so aus, als hätte man sie glatt abgeschnitten.
Ungefähr bei der Hälfte des Weges sind wir ein wenig in die Schlucht abgestiegen. Hier konnten wir den Garten von Eden bewundern. In einem kleinen Seitental staut sich immer etwas Wasser an und überall sprießt und grünt es. Auch kann man hier alte Palmenfarne entdecken, die anscheinend vor der Austrocknung von Australien überall gewachsen sind.

Der Weg führte und schließlich auf der anderen Seite zurück zum Parkplatz, den wir nach knapp zwei Stunden erreicht haben.

Nach einer kurzen Snack-Pause haben wir uns auf den Weg nach Yulara gemacht. Die Stadt wurde 1984 als Servicestation für Besucher des Kata Tjuta Nationalparks eingerichtet und besteht im Grunde nur aus Hotels und einigen kleineren Einkaufsmöglichkeiten, auch einen Flughafen gibt es. Unser Grund für die Fahrt nach Yulara nennt sich „Uluru“ bzw. „Ayers Rock“, dem markanten roten Wahrzeichen von Australien 😊

Der Weg dorthin erstreckte sich über gute 400 Kilometer und war, wie so oft, eher eintönig. Knappe 150 Kilometer vor dem Ziel zeigte sich dann in der weiten und flachen Landschaft eine etwas größere Erhebung. Wer allerdings meint, dass das der Uluru ist, der sei getäuscht. Wir haben zunächst auch gedacht es ist der Ayes Rock / Uluru 😊 Aber was man hier zu sehen bekommt ist der Mount Conner. Auch der ist schon beeindruckend, da rechts und links tatsächlich nur Flachland zu sehen ist. Der Berg sieht aus wie ein Topf, da er oben komplett flach ist.
Als wir dann noch etwa 20 Kilometer von Yulara entfernt waren zeigte sich schließlich der Uluru. Seine Form und die rote Farbe waren wirklich beeindruckend. Die rostrote Farbe hat der Berg vom hohen Eisengehalt. Drumherum zeigte sich eine total flache Landschaft, wirklich krass…

Nach der Ankunft in Yulara haben wir uns zunächst erkundig, ob es auf dem dort einzigen Campingplatz noch freie Stellplätze gibt. Es gab nur noch Stellplätze mit Strom und die waren uns mit 50 Dollar die Nacht doch irgendwie zu teuer. Daher haben wir entschieden nach dem Sonnenuntergang zum kostenlosen Rastplatz vor Yulara zu fahren und dort zu schlafen.

Also haben wir uns auf den Weg zum Uluru gemacht, der noch etwa 20 Kilometer entfernt war. Der Eintritt in den Nationalpark musste am Parkeingang bezahlt werden. Man zahlt hier pro Person 25 Dollar und kann dafür dann 3 Tage in den Park fahren. Wobei das im Grunde nicht wirklich nötig ist, aber es gibt eben keine Ein-Tages-Pässe…

Wir sind als erstes zum Kulturzentrum der Aboriginies gefahren. Hier wird ein Film über den „Kampf“ um den Uluru (Name der Aboriginies) bzw. Ayers Rock (Name der Weißen, benannt nach Henry Ayers, ehemaliger Premierminister) gezeigt und man lernt viel über das Leben der Aborginies. Den Ureinwohnern wurde das Land um den Uluru durch die Weißen genommen und diese kämpften (gesetzlich) lange darum, dass es eigentlich ihr Land ist. Der Uluru ist für die Aboriginies ein heiliger Berg, auf dem die Taumzeitwesen leben, die einst die Erde erschaffen haben.
Seit 1958 gibt es den Nationalpark, seit 1987 zählt er als UNESCO-Welterbe. Nach diversen Rechtsstreitigkeiten um das Gebiet haben die Aboriginies ihren heiligen Berg wieder als rechtmäßiges Eigentum zurückerhalten. Sie mussten sich allerdings verpflichten den Park für 99 Jahre zu touristischen Zwecken zu verpachten. Seither wird der Park „gemeinsam“ nach den Lebensregeln der Aboriginies verwaltet.

Da es schon später Nachmittag war haben wir entschieden den Sonnenuntergang von einem Parkplatz aus zu beobachten. Um die Zeit bis zum Sonnenuntergang zu überbrücken haben wir unser Abendessen gekocht und dies dann beim Sonnenuntergang mit Blick auf den Uluru genossen. Zum Glück waren wir rechtzeitig am Parkplatz, denn dadurch hatten wir einen 1. Klasse Aussichtspunkt zum Kochen mit Blick auf den Uluru. Keine fünf Minuten nach unserer Ankunft wimmelte es von Autos, die noch gute Plätze ergattern wollten.
Es war wirklich fantastisch, wie sich der Uluru von Minute zu Minute farblich veränderte. Mal ganz rot, dann wieder eher bräunlich. Das hat sich wirklich gelohnt.

Anschließend sind wir wieder aus dem Nationalpark herausgefahren, da dieser in der Nacht geschlossen ist und sind zum 30 Kilometer entfernten kostenlosen Rastplatz gefahren.

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