Die Great Ocean Road

Die Great Ocean Road

Während des Frühstücks waren wir plötzlich irritiert, was die Uhrzeit betrifft. Komischer Weise zeigte die Uhr in der Küche schon kurz vor 10 Uhr an, unsere Uhren hatten aber erst kurz vor halb 10…
Nach kurzem googeln war dann klar: Wir haben „schon wieder“ die Zeitzone gewechselt 😊 Wir befinden uns seit gestern im Territorium Victoria und da gehen die Uhren eben anders 😉
Also haben wir uns etwas später als gedacht auf den Weg Richtung Great Ocean Road gemacht.
Erster Halt war aber die Aussichtplattform am Logans Beach direkt in Warrnambool. Hier kann man Wale beobachten. Und laut Aussage der Dame im Touristencenter ist dieses Jahr eine sehr gute Walsaison, die beste seit vielen Jahren. Und tatsächlich, kaum an der Plattform angekommen haben sich die ersten Wale gezeigt. Manche haben sich auch in die Wellen geschmissen, ein wirklich tolles Spektakel.

Die erste Strecke der Great Ocean Road führt zunächst durch flaches Farmland und wir haben in Allansford einen Halt bei der „Cheese World“ gemacht. Hier gibt es diverse Käsesorten, aber vor allem Cheddar, zum Probieren und natürlich auch Kaufen. Bis Peterborough fährt man dann weiter durch Farmland und kann die Kühe und Schafe beim Weiden beobachten. Dann zeigt sich die Küste und die Straße führt direkt an ihr entlang.
Ab hier kommen dann auch die Top-Highlights der Great Ocean Road Schlag auf Schlag. Zunächst haben wir die Felshöhle „The Grotto“ bewundert und waren uns einig, dass wir nicht in diesen Strudel vom Wasser wollen: Überlebenschance gleich null. Die Wassermassen durch die Wellen waren wirklich beeindruckend. Anschließend haben wir die „London Bridge“ besichtigt. Eigentlich war dies mal eine mächtige Sandsteinbrücke, die allerdings 1990 zusammengestützt ist. So steht jetzt nur noch die Insel im Wasser, aber auch die hat einen kleinen Torbogen.

The Grotto
London Bridge

Nach einem kurzen Halt in Port Campbell ging es weiter auf der Great Ocean Road mit den nächsten Highlights. Erster Halt war die „Loch Ard Gorge“. Hier gibt es durch das Meerwasser ausgehöhlte Felsformationen zu sehen und einige „tiefe“ Buchten. Auch ist hier im 19. Jahrhundert ein Schiff untergegangen und es gab zwei Überlende, die in einer Bucht der Loch Ard Gorge gestrandet waren.

Torbogen
Tropfsteine

Die Weiterfahrt brachte uns dann zu den „12 Aposteln“, die eigentlich nur noch 8 sind. Die weltberühmten Felsformationen ragen als einzelne Türme aus dem Meer heraus. Durch die Erosion sind aber eben nur noch 8 Apostel vollständig erhalten, die anderen sind „weggespült“. Wir waren froh, dass wir unsere winddichten Jacken hatten. Da sich heute die Sonne nicht so richtig zeigte und der Wind aber an der Küste enorm war, war es entsprechend kühl.

Die 12 Apostel
weitere der 12 Apostel

Um uns für die Fahrt bis nach Apollo Bay zu stärken haben wir uns bei einem Schokoladen-Hersteller eine heiße Schokolade für den Weg geholt.
Die Strecke schlängelte sich nun nicht mehr an der Küste entlang sondern durch die Wälder und es ging entsprechend kurvenreich voran. Das war jetzt wirklich wieder eine völlig andere Landschaft. Die Lianen hingen von den Bäumen und wir fühlten uns so richtig im Dschungel. Hier wird sicher auch irgendwo „Ich bin ein Start, holt mich hier raus“ gedreht 😉
Kurz vor Apollo Bay haben wir dann noch einen Abstecher zu einem Leuchtturm gemacht. Leider wussten wir nicht, dass der Leuchtturm schon um 17 Uhr schließt, sodass wir vor verschlossener Tür ankamen. So bliebt uns nur ein kleiner Weg an eine Küste, von der aus man den Leuchtturm aus der Ferne sehen konnte.

Die Fahrt bis Apollo Bay mussten wir dann mal wieder in der Dämmerung und auch im Dunkeln absolvieren. Das geht hier einfach auch immer ruckzuck und es ist stockdunkel. Naja, wir sind gut angekommen und konnten uns auf einem Campingplatz hinstellen. Allerdings müssen wir hoffen morgen bezahlen zu können, da die Rezeption schon geschlossen und telefonisch niemand erreichbar war.

Nach dem Frühstück und dem Bezahlen, war überhaupt kein Problem, australische Gelassenheit eben 😉, ging es weiter entlang der Great Ocean Road. Auf der heutigen Etappe bis zum Ende gibt es eigentliche keine großen Highlights mehr. Atemberaubend ist aber, wie sich die Straße nun wirklich direkt am Meer entlangschlängelt. Dabei kamen wir immer wieder an kleineren Küstenorten vorbei, die teilweise nette Cafes hatten. Dieser Abschnitt der Great Ocean Road ist auch bei den Surfern sehr beliebt, da hier leicht zugängliche Strandabschnitte sind und man optimal surfen kann. Und in der Tat, trotz der eisigen Temperaturen haben sich einige Surfer in die Wellen gewagt…!!!

Great Ocean Road

Auf der Strecke gibt es auch einen Torbogen, an dem an die Erbauung der Straße gedacht wird. Diese ist ursprünglich von Hand in die Felsen geschlagen worden.
In Torquay endete dann unsere Reise auf der Great Ocean Road. Die Straße hat etwas ganz Eigenes für sich und die Abschnitte an der Küste sind wirklich beeindruckend. Es ist toll anzusehen, wie die Wellen auf das Land treffen und wie sich dadurch die Felsen über die Jahrhunderte verändert haben.

Nach einer kurzen Pause in Geelong haben wir uns dann auf die Weiterreise nach Melbourne gemacht, wo wir die nächsten zwei Tage verbringen wollen.

Ein Gedanke zu „Die Great Ocean Road

  1. Halbzeit
    Wahnsinn, wie schnell das geht… habt weiterhin eine tolle Zeit und sammelt noch viele aufregende Eindrücke. Danke für die Postkarten… LG Kerstin

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