Karijini Nationalpark

Karijini Nationalpark

Von Tom Price aus sollte es heute in den Karijini Nationalpark gehen. Hier gibt es diverse Wanderungen zu kleineren Seen und die Felslandschaften müssen atemberaubend sein.

Als ersten Tagespunkt sind wir auf den neben dem Campingplatz liegenden Mount Nameless gestiegen, der 1.134 Meter hoch ist. Nach einer knappen Stunde sind wir am Gipfel angekommen und hatten einen fantastischen Blick über das weite Land. Auch konnte man von hier super über das Erzabbaugebiet schauen. Die roten Farben der Felsen und der Erde waren von hier oben wirklich atemberaubend.
Der rote Sand hier in Australien ist aufgrund des hohen Eisenanteils so „rotfarben“. Hier in der Region gibt es eines der größten Eisenerzvorkommen der Welt, weshalb ich hier alles um dessen Abbau dreht.

auf dem Mount Nameless

Anschließend wollten wir uns eigentlich mit dem Auto auf den Weg zu „Hamersley Gorge“ machen. Hier gibt es interessante Felsformationen zu bestaunen. Die Strecke dorthin ist allerdings 40 Kilometer lang unasphaltiert und wir haben nach 4 Kilometern entschieden nichts zu riskieren. Also sind wir umgekehrt und direkt zum Zentrum des Nationalparks gefahren. Im Park gibt es zwei Möglichkeiten zu campen und bei jedem Campingplatz gibt es jeweils einige Wanderungen von dort.

Da es schon früher Nachmittag war haben wir den ersten Campingplatz angefahren und uns dort ein Plätzchen gesucht. Insgesamt keine günstige Angelegenheit mit 40 $ pro Nacht, aber man zahlt es eben mangels Alternativen. Der Platz war gut besucht und ist eigentlich ein einziger Sandplatz mit wenigen Duschen und Toiletten.

Vor dem Abendessen haben wir dann noch den Fußweg zu den Wasserfällen in der Nähe gemacht. Der Weg ist auch als Wanderung angepriesen, es war aber eher ein kleiner und kurzer Spaziergang 😉

Wasserfall

Nach einer warmen Dusche und einem guten Abendessen haben wir uns relativ früh in unseren Camper zurück verzogen, da es mal wieder sehr kalt war… Unglaublich, da es ja tagsüber um die 30 Grad hat und in der Nacht sinken dann die Temperaturen auf unter 10 Grad… Heute sollten es nach Wettervorhersage in der Rezeption des Campingplatzes 0 Grad werden…!!!

Da wir am nächsten Tag die Wanderungen um die „Weano Recreation Area“ machen wollten sind wir früh aufgestanden. Da es in der Nacht aber auch sehr kalt war konnten wir sowieso nicht so gut schlafen.

Die Strecke zu den Ausgangspunkten der Wanderungen war dann mal wieder eine echte Sandpiste… Und das 10 Kilometer lang… Was uns hinterfragen lässt was das Land mit den Eintrittsgeldern in den Nationalpark und den hohen Gebühren der Campingplätze macht. Es wird überall angepriesen, dass die Strecken gut mit Zweiradantrieb bewältigt werden können…. Naja… 😉

Ohne Schäden am Auto sind wir dann am Parkplatz angekommen und haben unsere Trekkingschuhe geschnürt. Die drei Wanderungen sind alle mit knapp 2 Stunden Laufzeit angekündigt.
Der erste Rundweg führte uns zunächst entlang der Schlucht. Andi hat sich hier kurzerhand einen Stock als Waffe gegen mögliche Schlangen oder anderes Getier geholt. Nach der Hälfte des Weges sind wir dann in die Schlucht abgestiegen und diese entlanggelaufen. Das war mitunter schon beeindruckend, da die Felsen rechts und links wirklich hoch hinausragten.

Wanderweg entlang der Schlucht

Am Ende des Weges sind wir dann in den zweiten Wanderweg eingestiegen, der nun eher einer Kletterpartie glich. Zu Beginn haben wir erstmal die Schuhe ausgezogen um durch den Fluss zu waten. Im Gegensatz zu den anderen Wanderern haben wir unsere Schuhe allerdings mitgenommen, was eine gute Entscheidung war. Der Weg ging noch ein gutes Stück weiter bis er im „Handrail Pool“ endete. Wie der Name sagt war es ein Wasserbecken mitten in der Schlucht. Wirklich beeindruckend.

der Handrail-Pool

Nachdem wir den Weg wieder zurück geklettert sind und durch den Fluss gewatet sind, ging der Weg wieder aus der Schlucht heraus. Da Lena beim Waten etwas ausgerutscht ist konnte die Hose auf dem Weg gut trocknen 😉
Der nächste Wanderabschnitt war wieder leicht zu gehen und führte uns zum „Oxer Lookout“. Von hier kann man über die Schlucht blicken. Hier treffen sich alle fünf in der Schlucht fließenden Flüsse. Wie von unten ist es auch von oben wirklich beeindruckend, wie sich die Schlucht windet.

Die letzte Wanderung sollte uns wieder tief in die Schlucht hineinführen. Daher sind wir erst einmal steil abgestiegen, teilweise über Leitern. Der Weg war dann wieder viel mit Klettern verbunden, wir haben es aber trockenen Fußes geschafft. Tief in der Schlucht zeigte sich uns das „Amphitheater“, dann eine schmale Schluchtwindung namens „Spider Walk“ bis wir am Ende in „Kermits Pool“ angekommen sind. Ein etwas kleineres Wasserbecken, in dem man auch baden kann. Angesichts der geringen Wassertemperaturen haben wir uns aber dagegen entschieden. Beim Zurückklettern durch den schmalen Spider Walk ist Andi dann abgerutscht und mit den Füßen ins Wasser. Naja, er wollte die Schuhe sowieso vom roten Sand abwaschen 😉

das Amphitheater

Nach insgesamt knapp 3 Stunden Wanderzeit sind wir wieder am Parkplatz angekommen. Deutlich weniger als durch die Wanderkarte veranschlagt… Bei einem Kaffee haben wir entschieden, dass wir wohl auch die wenigen Wanderungen im anderen Teil des Nationalparks noch heute schaffen.

Also ab ins Auto und die 10 Kilometer Sandpiste zurück, bevor es knapp 100 Kilometer weiter zum anderen Teil des Parks ging. Dort sind wir dann erst einmal zum Visitor Center gefahren um uns die Wanderkarte zu holen.
Von dort mussten wir dann nochmals 10 Kilometer zum Parkplatz fahren, von wo die Wanderungen losgehen. Kurz bevor wir den Parkplatz erreicht hatten meinte Lena, dass es irgendwie komisch riecht… Andi hatte das „Problem“ schnell gefunden: Lena hatte vergessen die Handbremse zu lösen und wir sind die knapp 10 Kilometer wohl mit angezogener Handbremse gefahren… 😉 Naja, sieht man mal wie gut der Wagen und vor allem die Handbremse in Schuss ist 😊 Dazu muss noch gesagt werden, dass unsere Lampe für die Handbremse kaputt ist und permanent leuchtet, auch wenn die Handbremse NICHT angezogen ist… Kann also mal passieren 😉

Schmetterling

Die unterschiedlichen Wanderungen in der „Dales Recreation Area“ können als Rundweg gelaufen werden. Wir sind also in die Schlucht abgestiegen und direkt bei einem Wasserbecken, dem „Fern Pool“ rausgekommen, wo einige gebadet haben. Der weitere Weg durch die Schlucht war dann der schönste bisher gelaufene Weg. Rechts und links die Felsen und in der Mitte viele Bäume und Grün. Unseren Weg durch die Schlucht haben auch etliche gelbe Schmetterlinge begleitet. Am Ende der Schlucht sind wir dann wieder bei einem Wasserbecken gelandet. Der „Circular Pool“ war aber mit Abstand der Schönste bisher. Am Fels drückte sich das Wasser heraus und floss als seichte Wasserfälle in das Wasserbecken. Alles war mit grün bewachsen, wirklich ein toller Anblick.

Circular Pool

Um wieder zu unserem Auto zu kommen mussten wir also wieder aus der Schlucht heraussteigen und dann entlang der Schlucht zurücklaufen. Nach gut 1,5 Stunden waren wir am Auto.

Da der Campingplatz im Nationalpark nicht gerade viel zu bieten hat und ohnehin schon voll war haben wir uns noch auf die Weiterfahrt gemacht. Der angedachte Parkplatz mitten in der Pampa, aber mit WLAN (!!!), hat uns aufgrund der vielen Fliegen nicht so zugesagt. Wir sind also noch weiter bis zum einem Roadhouse gefahren. Ebenfalls total in der Pampa, aber dafür waren einige Camper und Trucker hier.

Morgen soll es dann weiter in Richtung Port Hedland gehen.

PS: Nachdem wir nun wieder mehr zum Spielen kommen ein kurzes Update zum Spielstand. Andis Vorsprung ist zwischenzeitlich komplett geschmolzen und Lena konnte ausgleichen. Es steht 34 : 34.

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