Vom Auski Roadhouse nach Port Hedland

Vom Auski Roadhouse nach Port Hedland

Als wir am Abend im Roadhouse noch eine Runde Karten gespielt haben, haben wir auch die Gelegenheit genutzt die Angestellte zu fragen warum man in so einer abgeschiedenen Gegend arbeitet. Die Antwort war, dass vor allem Leute mit Arbeitsvisum in solchen Roadhouses arbeiten oder aber, so wie sie, sich derzeit nichts Besseres auffinden lässt. Sie selbst ist Australierin und sucht schon eine Weile nach Arbeit Nähe einer Stadt. Aber das was sie im Roadhouse verdient ist zum Sparen besser, als die schlechter bezahlten Arbeitsstellen in den Städten, die noch dazu schwer zu finden sind. Jetzt wissen wir das also auch 😉

Am nächsten Tag haben wir uns dann auf den Weg in Richtung Port Hedland gemacht, was knapp 300 Kilometer entfernt liegt. Auf dem Weg haben wir das hügelige Land um den Nationalpark hinter uns gelassen und sind wieder entlang schnurgerader Straßen mit rechts und links unbeschreiblich weitem Land gefahren.

In der zugehörigen Stadt „South Hedland“ haben wir unsere Lebensmittelvorräte für die nächsten Tage aufgefüllt. Die Stadt, oder vielleicht besser der Ort, ist wie so viele Ortschaften hier praktisch gebaut und existiert sicher nur aufgrund des Hafens.
Port Hedland ist der weltweit größte Exporthafen für das in der Region abgebaute Eisenerz. Im Hafen lagen riesige Frachter vor Anker, die auf die Beladung gewartet haben. Neben dem Export von Eisenerz wird in Port Hedland auch Salz abgebaut oder abgetragen. Wie das genau funktioniert konnten wir leider nicht herausfinden. Wir vermuten, dass das Salz durch Meerwasserentsalzung gewonnen wird, da wir immer wieder große Seen entdeckt haben. Die scheinen auszutrocknen und dann wird das Salz „aufgesammelt“. So entstehen riesige Salzberge, die zur Weiterverarbeitung warten. Die waren wirklich gigantisch…

Hafen von Port Hedland
riesiger Salzberg
Salzsee

Heute war in Port Hedland „Racing Sunday“ auf der Pferderennbahn und wir haben dort einen kurzen Besuch gewagt. Der Eintritt hätte allerdings 50 Dollar pro Person gekostet und wir haben das Spektakel nur kurz von außen beobachtet. Scheint auf jeden Fall DER Treff am Sonntag zu sein, da viele Frauen in Kleidern und hochhackigen Schuhen unterwegs waren und auch die Männer sich rausgeputzt hatten 😉

Pferde an der Rennbahn

Da es in Port Hedland nicht so richtige Campingplätze gab sind wir noch ein gutes Stück weitergefahren. Gestoppt haben wir dann auf einer „Rest Area“. Ein einfacher Parkplatz mit Toilette und, man höre und staune, mit WLAN 😊 Allerdings hatten wir nach zwei Telefonaten per WhatsApp festgestellt, dass das Datenvolumen limitiert ist 😉 Aber laut unserer Camping-App gibt es in den nächsten 300 Kilometern kein WLAN… Also besser als nichts 😊

Sonnenuntergang

Morgen wollen wir dann weiter nach Broome fahren.

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