Vulkanbesteigung Gunung Rinjani – Tag 1

Vulkanbesteigung Gunung Rinjani – Tag 1

Wir haben unsere dreitägige Vulkanbesteigung bei der Organisation „Green Rinjani“ gebucht und wurden von einem Fahrer bei unserem Hotel abgeholt und in das gut drei Stunden entfernte Senaru gebracht.
Nach einem Lunch gab es ein kurzes Briefing über die Bevorstehende Tour. Anschließend ging es zur Unterkunft für diese Nacht. Das letzte richtige Bett bevor wir die nächsten zwei Nächte im Zelt verbringen werden.
Wir haben uns für die dreitägige Tour mit Startpunkt in Sembulan entschieden. Von hier geht es dann über die Berge in Richtung Senaru, wo die Tour nach zwei Nächten und drei Tagen endet.

Am Abend haben wir das Gepäck für die nächsten drei Tage ausgewählt, die großen Rucksäcke können wir beim Anbieter unterstellen. So sind wir mit relativ reduziertem Equipment hoffentlich gut vorbereitet.

Tag 1:
06.00 Uhr: Aufstehen und Frühstück
07.00 Uhr: Abfahrt nach Sembulan – Registrierung im Rinjani Trekking Center
08.00 Uhr: Start von Sembulan (1051m) – zweistündiger Aufstieg zur Position 1 (1300m) – kurze Pause
10.00 Uhr: ca. einstündiger Aufstieg zur Position 2 (1500m) – erneute kurze Pause
11.00 Uhr: ca. einstündiger Aufstieg zur Position 3 (1800m) – Mittagspause – Essen
13.00 Uhr: ca. 2-3 Stündiger Aufstieg zum Sembulan Kraterrand (2639 m)
15.30 Uhr: Ankunft am Sembulan Kraterrand (2639m)
18.30 Uhr: Sonnenuntergang – Essen – Schlafen

Nach einer unruhigen Nacht sollte unser Trip also losgehen. Schon am Abend hatten wir uns über andere Touristen und deren Equipment amüsiert, die ebenfalls die Tour laufen wollen. Vor allem Lena war sich unsicher, ob wir ausreichend ausgestattet sind Nachdem wir aber gesehen haben in welchen Schuhen andere loslaufen haben wir uns gedacht: Ja, wir schaffen das. Die meisten hatten lediglich normale Turnschuhe oder Sneaker an!!! So sind wir hoffentlich doch ganz gut ausgestattet.

Nachdem wir unsere großen Rucksäcke beim Veranstalter untergestellt hatten ging es in einer knapp einstündigen Fahrt zum Rinjani Trekking Center. Hier mussten wir uns registrieren. Auf der Fahrt haben wir auch unseren Guide, Bangko (hoffentlich richtig geschrieben 😉) kennengelernt.
Nach der Registrierung haben wir uns auf den Weg gemacht. Unser Guide läuft im Übrigen auch in Turnschuhen 😊 Das Essen und die Zelte und Schlafsäcke werden von „Portern“ getragen, die laufen in Flip-Flops…!!!! Das Equipment ist rechts und links an einer Baumbusstange festgemacht, die die Porter auf den Schultern tragen. Ein Porter trägt ca. 35 Kilogramm. Wirklich unglaublich.

Der erste Teil der Strecke, bis zur Position 3, war ein leichter Wanderweg der stetig bergauf ging. Vor uns immer der Blick auf den Rinjani. Um uns herum eher flaches, mit Gras bewachsenes Land. Nach zwei kurzen Pausen haben wir Position 3 nach knapp 2 Stunden erreicht. Hier haben wir dann eine knapp 2 stündige Pause eingelegt und unsere Porter haben uns ein Mittagessen gekocht. Schon beim ersten Aufstieg ist uns klar geworden, dass der Trip eine echte Völkerwanderung wird. Am Pausenplatz wurde das noch deutlicher: Größere und kleinere Gruppen an Touristen mit Guides und Portern machten her ebenfalls Pause. Hier konnten wir auch nochmal die unterschiedlichen „Bereifungen“ beobachten und bekamen so noch mehr das Gefühl doch gar nicht so schlecht vorbereitet zu sein 😉

Völkerwanderung entlang der Savanne
Porter mit Gepäck (rechts)
POS 1 mit Blick auf den Rinjani

Nach der Mittagspause haben wir dann noch je einen Baum gepflanzt. Unser Veranstalter will sich so für die Natur einsetzen. Die Grundidee ist hierbei sicher gut. Wir bezweifeln allerdings, dass unsere Bäume lange überleben, geschweige denn überhaupt richtig anwachsen bei dem Tourismus hier am Platz… Anschließend erwartete uns dann der für den heutigen Tag härteste Teil: Der Aufstieg bis zum Kraterrand auf 2639m Höhe.
Jetzt war es auch wirklich ein Aufstieg und es gab immer wieder steilere Passagen zu bewältigen. Wir kamen jedoch gut voran. Vielleicht waren die vielen zu Fuß zurück gelegten Kilometer und auch die Fahrradtour durch Taiwan eine gute Vorbereitung 😊 Wir überholten immer wieder Gruppen und stellten fest, dass diese jetzt schon ziemlich mitgenommen aussehen… Je höher wir kamen, desto toller wurde der Blick über die Landschaft und auch der Blick auf unser eigentliches Ziel: Der Gipfel.

steiniger Aufstieg
kurz vor dem Basecamp

Immer hinter unserem Guide her, der scheinbar völlig mühelos Schritt für Schritt bergauf stieg. Und das mit einem ca. 50 Liter Rucksack und 25 Kilo auf dem Rücken…!!! Wir haben ihn kurzerhand „Bergziege“ getauft 😉 Waren aber sehr froh, dass er uns so mit „hochgezogen“ hat.
Nach mehreren kleineren Pausen und Fotopoints sind wir nach knapp 2,5 stündigem Marsch am Kraterrand angekommen. Hier wurde unser heutiges Nachlager aufgeschlagen. Da wir bis zum Abendessen noch einige Zeit hatten sind wir mit unserem Porter zur nahegelegenen Wasserquelle gegangen und haben unsere Beine und auch Gesichter mit dem schön kühlen Wasser gewaschen. Diesen Ausflug zur Frischwasserquelle haben wir als einzige „Touristen“ gemacht, alle anderen hat dies nicht interessiert oder sie wurden von ihrem Guide nicht gefragt… Das war aber echtes Balsam für den Körper 😊
Bei fantastischem Wetter, wolkenfrei, konnten wir den Sonnenuntergang mit Blick über den Vulkankrater genießen. Das war wirklich atemberaubend.

Blick über den Kratersee
Sonnenuntergang

Zum Abendessen gab es dann Currysuppe und Reis. Wirklich fantastisch was die Porter in der kleinen Camping-Küche für uns zaubern…!!!

Der fantastische Ausblick wird hier allerdings auch etwas durch die im Camp herrschenden Verhältnisse getrübt: Durch die vielen Touristen liegt hier enorm viel Müll herum. Nicht alle Veranstalter nehmen diesen mit. Schade für die Natur…

Beim wolkenfreiem Himmel zeigte sich uns schnell eine sternenklare Nacht und wir haben den Himmel mit den unzähligen Sternen bewundert. Da es recht windig und dementsprechend schnell kühl wurde haben wir uns aber früh in unser Zelt zurückgezogen. Mit der Sorge, dass die Schlafsäcke nicht warm genug sind haben wir uns warm eingepackt und recht früh schlafen gelegt.

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